Marta Palacios

Marta Palacios

„Palacios & Palacios“, Käsespezialitäten aus Spanien

Marta Palacios

Seit mehreren Generationen ist Marta Palacios‘ Familie im Bereich Viehzucht, Milchproduktion und Landwirtschaft in der spanischen Region Castilla-La Mancha tätig. Um handwerklich hergestellte regionale Käsesorten und andere köstliche Spezialitäten aus Spanien in Deutschland bekannt zu machen, hat Marta 2019 ihr eigenes Unternehmen „Palacios & Palacios“ in Berlin gegründet.

Erzähl uns über deine Geschäftsidee. Woher kommt sie und wie hast du sie entwickelt?

Als ich vor 6 Jahren nach Deutschland kam, wollte ich anhand meiner langjährigen Tätigkeit in der Filmbranche, einfach in diesem Bereich weiter arbeiten. Doch unterschiedliche Ereignisse führten mich zur Intuition, meine Kreativität zusätzlich auch in die Entwicklung einer Geschäftsidee für ein neuartiges eigenes Business fließen zu lassen.

Die Idee von „Palacios & Palacios“ kam mir als ich merkte, dass das Angebot an spanischen Lebensmittelprodukten in Deutschland nicht der hochwertigen Qualität und der Vielfalt entspricht wie solcher, die in Spanien vermarktet werden. Ich war erstmal enttäuscht, zumal ich wusste, dass spanische Produkte in Deutschland einen guten Ruf haben und es eine Klientel dafür gibt. Dann begriff ich es als Chance!

Ich komme aus einer Feinschmeckerfamilie aus Castilla-La Mancha (Heimat des Manchego DOP Käses), die seit über 100 Jahren mehrmals ausgezeichnete Manchego-Schafe besitzt. Mit ihrer Milch wird der Manchego-Käse produziert. Daher kennen wir uns als Familie damit aus und haben den Kontakt zu vielen Käse Produzenten.

Dadurch ermutigt, habe ich meinen Vater involviert, der in Spanien lebt und für eine lange Zeit im Export tätig war (mein Vater ist 75 Jahre alt! – Doch er ist immer noch aktiv und freut sich über die Arbeit mit jüngeren Leuten). Wir haben unser Familienunternehmen zusammen aufgebaut. Daher „Palacios & Palacios“.

Was bietet dein Unternehmen an?

Durch die Zusammenarbeit mit kleinen Käseproduzenten in Spanien bringen wir handwerklich hergestellte Produkte nach Deutschland und bieten den Kunden hier sowohl bessere Qualität als auch eine breitere Auswahl an Produkten an. 

Authentizität ist eine unserer Besonderheiten!

Neben dem Verkauf ist die fachliche Beratung der Kunden hier in Deutschland für mich sehr wichtig. Ich informiere meine Kunden (vor allem im Bereich B2B) über die Herstellung, die Herkunft und die Eigenschaften jedes Produktes und berate sie, was u.a. die Vorbereitung und die möglichen Kombinationen mit anderen Produkten angeht. 

Durch unser Unternehmen möchten wir eine Brücke zwischen den beiden Ebenen – Produzent und Kunde – aufbauen. Das Gute daran ist, dass beide Seiten auch davon profitieren. Die kleinen spanischen Familienbetriebe können ihre selbsthergestellten Produkte durch uns als Vermittler in Deutschland verkaufen und die deutschen Endverbraucher bekommen originale, hochwertige Regionalprodukte direkt aus Spanien.

Wie war dein Weg in die Selbständigkeit?

Zuerst wusste ich, dass die Sprache ein Hindernis sein könnte und ich habe versucht, so schnell wie möglich Deutsch zu lernen. Bei einer Veranstaltung über Migration bin ich durch eine Bekannte auf I.S.I. aufmerksam geworden. Mit Hilfe der in den Kursen erworbenen Kompetenzen (besonders habe ich mich über die Online-Marketing bezogenen Kurse gefreut) und dank der ausführlichen Beratungen, konnte ich mich selbständig machen.

Außerdem hat das Gemeinschaftsgefühl compañerismo, das ich bei I.S.I. mit vielen Frauen aus unterschiedlichsten Ländern erlebt habe, eine wichtige Rolle für meine Motivation gespielt.

Was würdest du anderen Frauen empfehlen, die sich selbständig machen möchten?

Das wichtigste ist, aktiv zu sein – auch wenn man nur eine grobe Idee davon hat, was man für ein Geschäft aufbauen möchte – und versuchen, neue Leute zu treffen und immer etwas Neues zu lernen. Das hilft dabei, eine „Community“ von Gleichgesinnten aufzubauen, Vorbilder zu finden und Tipps zu bekommen. Weiterhin würde ich ihnen empfehlen, Geduld zu haben und sich nicht nur langfristige- sondern auch konkrete kurzfristige Ziele zu setzten, die uns helfen Schritt für Schritt voranzukommen.

Kontaktmöglichkeiten zu Marta

www.palacios-palacios.com

Forough & Sahar Sodoudi

Dr & Dr Middle Eastern Culture and Food Lab

Dr & Dr Middle Eastern Culture and Food Lab

Forough und Sahar Sodoudi sind aus dem Iran stammende promovierte Zwillingsschwestern mit langjähriger Erfahrung in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement.

Zusammen gründeten sie Dr & Dr Middle Eastern Culture and Food Lab mit der Vision, die Kultur des Nahen Ostens kulinarisch und sinnlich erfahrbar zu machen.

Wie seid ihr zur Idee gekommen, euch im Bereich Gastronomie selbständig zu machen?

Erstens wollten wir die zahlreichen faszinierenden und positiven Aspekte der Kultur des Nahen Ostens sichtbar machen, die oft durch Religion und Politik in den Hintergrund gerückt werden. Unsere Esskultur ist ein hervorragendes Beispiel davon.

Diese Entscheidung, uns beruflich umzuorientieren trafen wir übrigens in einer besonderen Phase unseres Lebens: trotz unserer Bildungsabschlüsse sahen wir bezüglich unserer Karriere einer ungewissen Zukunft entgegen. Mit unseren Doktortiteln – (Forough in Geophysik/Seismologie und Sahar in Klimawissenschaften und Nachhaltigkeit) – und viel Erfahrung als Akademikerinnen strebten wir Führungspositionen und unbefristeten Stellen in der Lehre an. Doch wurden unsere Erwartungen nicht erfüllt, im Gegenteil wir haben uns oft aufgrund unserer Herkunft diskriminiert gefühlt.

Daher kam die Idee, ein Projekt zu starten, um die Vorurteile über den Nahen Osten abzubauen und die positiven Seiten unserer Kultur zu präsentieren.

Was ist das Besondere am „Middle Eastern Culture and Food Lab“?

Wir sind keine einfache Catering-Firma. Kultur und eine gewisse Ästhetik sind wesentlicher Teil unseres Konzeptes.

Unsere Aktivität beinhaltet einerseits ein kreatives Catering als auch Kochkurse mit kulturellen Komponenten (z.B. Kalligraphie, Literatur, Musik). Andererseits werden wir Filmabende mit kulinarischer Begleitung und kulturelle Veranstaltungen organisieren, zu denen die Künstlerinnen aus Nahostländern zur Präsentation ihrer Kunstwerke nach Berlin kommen.

Dadurch wollen wir ein neues Bild vom Nahen Osten erschaffen, das die politischen Grenzen überschreitet.

Wie habt ihr es geschafft, euer Geschäft so schnell auf die Beine zu bringen?

In unseren früheren Tätigkeiten hatten wir schon kaufmännisches Wissen und Management-Erfahrung erworben. Diese Kenntnisse haben wir durch mehrere I.S.I.-Kurse wie „Orientierung zur Existenzgründung“, „Businessplan-Erstellung“, „Steuern und Buchhaltung“ und Coachings ergänzt und vertieft.

Danach wurden wir durch die Plattform „Gründerszene“ unterstützt, die unseren Catering-Service für ihre Events wie „Spätschicht“ und „HR Day“ gebucht hat. Die Gäste waren von unserem Angebot begeistert und unsere Visitenkarten wurden schnell verteilt. So haben wir unsere erste Kunden gewonnen. Davon abgesehen können wir auch auf ein breites Netzwerk im akademischen Umfeld zählen.

Kontaktmöglichkeiten mit Forough und Sahar

Website: www.dranddr.de

Muntaha Darkali

Muntaha-Erfolgsgeschichte

Aleppo Al Shahba Catering

Muntaha-ErfolgsgeschichteMuntaha Darkali kam vor 5 Jahren aus Aleppo nach Berlin.

Sie hat sich mit ihrem besonderen Catering-Service mit frischen und leckeren Gerichten aus Syrien selbständig gemacht.

Mit Expertise und Leidenschaft bringt Muntaha den charakteristischen Geschmack und die typischen Aromen ihrer Heimatküche auf unsere Tische.

Woher kam die Idee, einen Catering-Service zu gründen?

In Syrien war ich Arabischlehrerin in einer Grundschule. Kochen war schon immer meine Leidenschaft. Das habe ich von meiner Mutter übernommen, die eine hervorragende Köchin war.

Außerdem ist meine Heimatstadt berühmt für ihre Kochkultur: nirgendwo in Syrien kann man so gut essen wie in Aleppo.

Als ich schon eine Weile in Berlin war, fragte mich ganz spontan eine deutsche Freundin, die ein großer Fan meiner Küche ist: „Warum machst du dich nicht in der Gastronomie selbständig?“ Sie musste es mir nicht zweimal sagen.

War das denn so einfach?

Naja, das ist natürlich leichter gesagt als getan. Ich wusste damals nichts darüber, wie man in Deutschland ein Geschäft gründen kann.

Bis ich auf I.S.I. gestoßen bin.

Hier wurde ich zu allen Fragen der Gründung beraten. Gleichzeitig habe ich sehr wichtige Kenntnisse über Businessplan-Erstellung, Buchhaltung, Online-Marketing und Website-Erstellung u.v.m. erworben.

Mit I.S.I. bin ich sehr zufrieden. Hier habe ich viele nette Leute aus der ganzen Welt kennengelernt. Das ist sehr schön. Kulturelle Vielfalt finde ich sehr positiv. Ich finde, man ist sehr eingeschränkt, wenn man nur an seiner eigenen Perspektive interessiert ist. Die Welt ist groß, und man kann sie besser verstehen, wenn man andere Kulturen kennenlernt.

Was ist an deinem Angebot besonders?

Ich biete frische und hochqualitative, hausgemachte Gerichte an.

Es werden meistens traditionelle Gerichte gekocht. Allerdings mit meinem einzigartigen Geschmack aus einer speziellen Mischung aus Gewürzen, die ich selber entwickelt habe. Das ist mein Geheimnis!

Ich habe eine große Auswahl an Gerichten nicht nur mit Fleisch, sondern auch vegetarisch und vegan. Es gibt nicht nur Falafel, wie viele denken mögen. Sogar vegane Süßigkeiten biete ich an.

Ich frage immer meine Kunden, welche Zutaten ihnen am besten schmecken. Mein Ziel ist, dass sie sich wie zu Hause fühlen, wenn sie bei mir bestellen.

Durch mein Angebot möchte ich Aleppos leckeres Essen und Kochkultur in Berlin bekannt machen.

Kontaktmöglichkeiten zu Muntaha

E-Mail: catering.aleppo@gmail.com