WEGHITA TESFAMARIAM

"Nacroblend" Micro & Nano Haarpigmentierung

„Ich habe gedacht, ich kann es auch schaffen! Ich muss nur herausfinden, was ich noch benötige, welche Eintrittsbarrieren ich habe.“

Weghita Tesfamariam ist Haarpigmentiererin. Nach Abschluss ihrer Ausbildung in London zog die gebürtige Hessin mit eritreischen Wurzeln nach Berlin. Im Mai 2019 gründete sie ihre eigene Firma „Nacroblend“ und machte sich im Bereich Haarpigmentierung selbständig.

Was ist eigentlich „Haarpigmentierung“ und woraus besteht dein Geschäft?

Die „Haarpigmentierung“ ist eine alternative Behandlungsform gegen Haarausfall. Zu meiner Kundschaft gehören Männer und Frauen, die aus verschiedenen Gründen von Haarausfall betroffen sind.

Bei der Haarpigmentierung setzt man ganz ganz kleine Punkte auf die Kopfhaut. Man pigmentiert sie also „punktuell“. Daher mein Slogan „Punkte, die verbinden“. Damit meine ich es nicht nur technisch, sondern auch auf der zwischenmenschlichen Ebene. Denn für viele Betroffene führt Haarausfall zu Unsicherheiten, worunter sie auch wirklich leiden. Mit dem Ergebnis der Haarpigmentierung fühlen sie sich besser in ihrer Haut und das wird auch nach außen ausgestrahlt.

In 2019 habe ich den Gründerzuschuss beantragt und bekommen, einen Praxisraum gemietet und eine Kooperation mit einer Klinik gestartet, die Haartransplantation vertreibt. Dadurch bekomme ich auch meine neue Kunden.

Wie war dein Weg in die Selbständigkeit?

Als ich Ende 2018 mir zum ersten Mal darüber Gedanken gemacht hatte, mich selbständig zu machen, hatte ich kurz davor meine Arbeitsstelle als Haarpigmentiererin gekündigt. Mir war klar, dass die Haarpigmentierung mein beruflicher Fokus bleiben musste.

Aber wer sich zum ersten Mal selbständig machen möchte, hat selbstverständlich Ängste und Sorgen davor. Zudem, um mich vom eventuellen Versagen zu schützen, hat sich meine Mutter als Erste gegen meine Selbständigkeit gesetzt und hat mir den Rat gegeben, weiter als Angestellte zu arbeiten.

Ich fühlte mich orientierungslos; bis ich auf I.S.I. gestoßen bin. Bei I.S.I. wollte ich erstmal für mich herausfinden, ob es sich lohnt, mich selbständig zu machen.

…Und du hast dich dann dafür entschieden?

Ja, ich bin ein Mensch, der sehr akkurat an bestimmte Dinge rangeht und hatte viele Fragen, die sich dann im Rahmen der Kurse mit der Hilfe der Dozentinnen in Luft aufgelöst haben. Bei I.S.I. habe ich meinen Businessplan erstellt und die entsprechenden Kostenkalkulationen für verschiedene Dienstleistungen bearbeitet. Das hat mir sehr geholfen. Dadurch wurde ich immer sicherer.

In der Zwischenzeit habe ich viele Zuschriften von meinen ehemaligen Kunden bekommen, die mich über Social-Media erreicht und mich nach meiner Dienstleistungen gefragt haben. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie mich wertgeschätzt haben und deren positives Feedback hat mir noch mehr Rückendeckung gegeben.

Außerdem, habe ich hier bei I.S.I. sehr viele Frauen aus verschiedenen Ländern kennengelernt, die ihre Heimat manchmal sogar unter tragischen Umständen zurückgelassen haben oder, die Kinder haben und ohne ihre Familien in Berlin leben, und trotz den Schwierigkeiten auf dem Weg in die Selbständigkeit sind. Und genau das, dieses „Miteinander“ mit den anderen Frauen hat mir Mut gegeben.

Ich habe gedacht „Ich kann es auch schaffen!“. Ich muss nur herausfinden, was ich noch benötige, welche Eintrittsbarrieren ich habe. Und das habe ich durch die Kurse hier erfahren.

Was sind jetzt deine nächsten Schritte?

Die Haarpigmentierung ist tatsächlich noch nicht so bekannt. Ein großer Teil meiner potenziellen Kunden weiß wahrscheinlich noch nicht, dass diese Möglichkeit überhaupt existiert. Sie müssen erstmal auf diese Dienstleistung aufmerksam gemacht werden.

Ich werde mich deswegen intensiver mit dem Online-Marketing beschäftigen, um langfristig meine eigenen Kunden zu akquirieren.

Was würdest du anderen Frauen empfehlen, die sich selbständig machen möchten?

Das Positivste, was ich bei I.S.I. erlebt habe, ist der Austausch von Informationen und das Erweitern des Wissens über die Selbständigkeit. Dadurch wurde ich mutiger und in meinem Weg zur Selbständigkeit gestärkt.

Ich kann jedem nur empfehlen, hierher zu kommen und sich die Hilfe von den Expertinnen in den jeweiligen Bereichen zu holen.

Kontaktmöglichkeiten zu Weghita



Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Weihnachtsfest!

Ein herausforderndes Jahr nähert sich dem Ende. Und da jede Herausforderung eine Chance zu wachsen und zu lernen bietet, mussten wir diese Chance nur noch nutzen. Durch Kreativität, Anpassungsvermögen und harte Arbeit haben wir andere (virtuelle) Wege gefunden, um uns – unsere I.S.I.-Gründerinnen und -Team – gegenseitig zu unterstützen. Wir sind unseren Kursteilnehmerinnen und Partner*innen für jedes einzelne ermutigende Feedback und für die erfolgreiche Zusammenarbeit zutiefst dankbar.

Nun schauen wir voller Vorfreude auf das Jahr 2021 und wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Weihnachtsfest!

Die besinnliche Weihnachtszeit beginnt bei I.S.I. am 24. Dezember. Am 4. Januar sind wir wieder für Sie da.

Podcast-Folge #5: Alisa Poplavskaya, Künstlerin und Yogalehrerin

Folge #5: Alisa Poplavskaya, Künstlerin und Yogalehrerin

Alisa Poplavskaya liebt was sie tut. Seit 2015 bietet sie Workshops an, die durch eine Verbindung aus Mandala-Kunsttherapie und Yoga-Sessions Menschen bei ihrer inneren Reise begleiten, ihnen helfen, sich zu entspannen, Ängste abzubauen und ihre kreative Seele wieder klingen zu lassen. Wie Alisa ihr sinnliches Business aufgebaut und entwickelt hat, erzählt sie uns in einem etwas anderen, und zwar englischsprachigen, Interview.

Gleich auf Spotify oder SoundCloud abspielen.

Der „Selbständige Immigrantinnen“ Podcast ist eine Serie von zehn Episoden, die monatlich veröffentlicht werden – Bleiben Sie dran!

Ein Podcast von I.S.I. e. V. | Interviews von/mit Sou-Yen Kim | Schnitt und Postproduktion von Angelica Germanà Bozza

„Unternehmerin werden! – Aber wie?“ Eine Veranstaltung in Kooperation mit „FRAUEN unternehmen“

"Unternehmerin werden! – Aber wie?"
Eine Veranstaltung in Kooperation mit
"FRAUEN unternehmen"

In Kooperation mit der Initiative „FRAUEN unternehmen“ sowie der „Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe“ in Berlin organisiert I.S.I. e. V. einen spannenden Online-Austausch mit erfolgreichen Geschäftsfrauen.

Sie träumen schon lange davon, Ihre eigene Chefin zu sein? Sie wissen aber nicht so recht, wie Sie diesen Traum in die Wirklichkeit umsetzen sollen? Dann nutzen Sie die Chance auf intensive Gespräche mit Unternehmerinnen in einem Online-Austausch via Zoom.

Nach der Vorstellung der beteiligten Vorbild-Unternehmerinnen, haben Sie Gelegenheit, sich mit den Unternehmerinnen zu folgenden Themen auszutauschen:

  • Digitale Arbeitswelten
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Unternehmens-Nachfolgerin werden
  • Wachstum eines Unternehmens
  • Social Entrepreneurship
  • Nachhaltigkeit

In 2 Gesprächen à 30 Minuten können Sie in Breakout-Rooms mit den jeweiligen Unternehmerinnen intensiv diskutieren und Antworten auf viele offene Fragen erhalten.

Termin: Mittwoch, 03.02.2021, 17.00 – ca. 18.30 Uhr

Anmeldung unter info@frauen-unternehmen-initiative.de oder 0209 / 155 16 63

Bitte geben Sie dabei auch an, an welchen beiden Themen Sie interessiert sind.

Anmeldefrist: 29.01.2021

Weitere Infos finden Sie im Programmflyer:

Podcast-Folge #4: Clare Celeste Börsch, Installationskünstlerin und Illustratorin

Folge #4: Clare Celeste Börsch, Installationskünstlerin und Illustratorin

Clare Celeste Börsch träumte schon immer davon, Künstlerin zu werden. Nachdem sie nach Deutschland zog, verschaffte sie sich den Mut und die Chance, die Sicherheiten einer festen Stelle aufzugeben und ihrer Leidenschaft zu folgen. Mit ihrem staunlichen, farbenfreudigen und naturbewussten Kunstprojekt wagte sie vor zwei Jahren den Schritt in die Selbständigkeit. Lassen Sie sich von Clares Geschichte und Kunst verwundern!

Gleich auf Spotify oder SoundCloud abspielen.

Der „Selbständige Immigrantinnen“ Podcast ist eine Serie von zehn Episoden, die monatlich veröffentlicht werden – Bleiben Sie dran!

Ein Podcast von I.S.I. e. V. | Interviews von/mit Sou-Yen Kim | Schnitt und Postproduktion von Angelica Germanà Bozza

I.S.I. goes English! Existenzgründungskurse auf Englisch starten ab 2021.

I.S.I. goes English!

Launch your business in Germany! Our free courses in English will begin in 2021.

You would like to start your own business in Germany and you need help? We support you all the way!

In addition to a wide range of entrepreneurship courses in German language, we will be soon offering a selected choice of courses in English on how to successfully set up your own company.

The courses are free of charge and suitable for Berlin-based immigrant and expat women aiming to become self-employed.

The program will cover a variety of subject areas to guide you through the process of founding a company, such as developing your business idea, creating or fine-tuning your business plan, assessing your finances, identifying stakeholders, completing the legal paperwork, choosing the best marketing tools and a whole lot more.

We constantly update the course schedule – Stay tuned!

Drop us an email for more information: anmeldung@isi-ev.de

CHRISTINE MAIGNÉ

Coach für berufliche Neuorientierung und Beraterin in der Luxus-Modebranche

Christine Maignés jahrelange Karriere als internationale Einkäuferin und Abteilungsleiterin von renommierten Häusern der Luxusmodebranche gipfelte 2019 in der Selbstständigkeit: Mit gleich zwei Tätigkeiten, die sie auf ihrer Expertise aufbauen konnte. Zum einen ist die gebürtige Französin als Coach für berufliche Neuorientierung (“Révélateur de Talents Cachés” – wörtlich übersetzt “Entwickler von versteckten Talenten”) unterwegs. Parallel dazu etabliert sie sich mit ihrer Firma “GGLFI Consulting” als Luxus-Modeberaterin für den deutschen Markt. Über ihren Weg in die Selbständigkeit verriet sie uns einige spannende Details.

„Man hat das Gefühl, dass wir alle im gleichen Boot sitzen und zwar im positiven Sinne: Als Frauen, als Ausländerinnen und als Selbständige erleben wir alle ähnliche Situationen und es tut gut, zu sehen, dass man nicht alleine ist.“

Woraus besteht dein Geschäft?

Seit 2019 bringe ich zwei parallele branchenspezifische Projekte voran. 

Mit meiner Tätigkeit als “Révélateur de Talents Cachés” unterstütze ich mit meinem Coaching-Angebot andere Menschen dabei, die passenden Berufswege zu finden. Ich helfe ihnen, aus frustrierenden Jobsituationen herauszukommen, insbesondere wenn sie Burnout oder Mobbing am Arbeitsplatz erleben und führe sie in eine berufliche Laufbahn, die ihnen persönliche Erfüllung und Zufriedenheit bringen kann.

Seitdem ich 24 war, habe ich immer (bis über 100-köpfige) Teams geleitet und gecoacht. Ich mag den Kontakt zu Menschen sehr und Coaching ist das, was ich am liebsten mache. Aus diesem Grund habe ich diese Geschäftsidee entwickelt.

Die zweite Schiene ist meine Firma “GGLFI Consulting” (Guidance to German Luxury and Fashion Industry). Dabei berate ich internationale Luxus- und Mode-Unternehmen, die auf dem deutschen Markt Fuß fassen wollen. Ich unterstütze sie dabei, ihre Produkte nachzubessern, nach Deutschland zu importieren oder eine Marktanalyse durchzuführen. 

Diese Geschäftsidee ergab sich nach reiflicher Überlegung. Nachdem ich jahrelang in Department Stores eine Vielfalt an Produkten eingekauft, vertrieben und verkauft habe, habe ich mich entschieden, mein Know-How zu vermarkten. Darin habe ich die Chance gesehen, meine Expertise, parallel zum Coaching-Projekt, auch für die Unternehmenswelt zur Verfügung zu stellen.

Wie kamst du zur Entscheidung, dich selbständig zu machen?

Dreiundzwanzig Jahre lang bin ich als Einkäuferin und Abteilungsleiterin in der Luxus-, Mode- und Schönheitsindustrie tätig gewesen. Ich kam nach Berlin im Jahr 2000 wegen eines Jobangebots von der Galeries Lafayette Kaufhaus-Gruppe und habe seitdem mehrere Führungspositionen bei der Galeries Lafayette und im KaDeWe besetzt. 

In über zwanzig Jahren hat sich diese Branche viel verändert und irgendwann war ich mit meiner Rolle als Führungskraft nicht mehr zufrieden. Meine Verantwortungsbereiche wurden immer begrenzter und der Job war immer weniger interessant für mich. Ich wollte wechseln; ich wollte meine eigene Chefin werden. 

Inwieweit hat dir I.S.I. dabei geholfen?

Aus der fachlichen Ebene haben mir insbesondere die Kurse im Bereich Online-Präsenz sehr weitergeholfen. Durch I.S.I. habe ich digitale Kompetenzen erworben, die ich für mein Business bis heute brauche. Davor war ich nicht mal in sozialen Netzwerken unterwegs und heute habe ich sowohl eine eigene Website als auch eine Facebook-Seite, auf der ich meine Leistungen professionell präsentieren und dadurch Kunden gewinnen kann.

Auf der persönlichen Ebene haben mir die Vielfalt und die Atmosphäre bei I.S.I. extrem gut gefallen. Man trifft Frauen aus allen Ländern und allen Kulturen, man spürt Solidarität und man fühlt sich wohl und willkommen. Man bekommt dabei viel Input, Kraft und Mut.

Man hat das Gefühl, dass wir alle im gleichen Boot sitzen und zwar im positiven Sinne: Als Frauen, als Ausländerinnen und als (zukünftige) Selbständige erleben wir alle ähnliche Situationen und es tut gut, zu sehen, dass man nicht alleine ist. Und auch, dass andere Frauen die gleichen Herausforderungen, die dir gerade begegnen, schon überwunden haben. Wir lernen viel voneinander!

Jede bringt einen Stein und wir bauen zusammen etwas auf.

Was würdest du anderen Frauen empfehlen, die sich selbständig machen möchten?

Tatsächlich zu I.S.I. zu kommen (lacht)! 

Außerdem empfehle ich ihnen, ganz viel Geduld mit sich selbst zu haben. Der Weg zur Selbständigkeit ist lang, herausfordernd und nicht ohne Hindernisse. Auch wenn es manchmal Momente gibt, in denen man zweifelt –  man sollte immer weiter an sich selbst glauben!

Kontaktmöglichkeiten zu Christine

MARIANA A. RAMÍREZ

"Authentic Learning Berlin" Sprachschule

„Der Aufbau eines Unternehmens braucht Zeit, Geduld und viele Kenntnisse in verschiedenen Bereichen. Dabei muss man sich nicht von den Schwierigkeiten entmutigen lassen.“

Mariana A. Ramírez wurde in Mexiko geboren, studierte Learning, Media and Technology in den USA und zog im Jahr 2015 nach Berlin. Als Lehrerin aus Leidenschaft gründete sie zwei Jahre später ihr Sprachunternehmen „Authentic Learning Berlin“, welches auf einem ganz besonderen und innovativen Sprachunterrichtskonzept beruht. Über ihre Erfahrung als Gründerin erzählte sie uns.

Woher kommt deine Geschäftsidee und was ist daran besonders?

Als ich nach Berlin kam, fing ich sofort an Deutsch zu lernen und besuchte mehrere Sprachkurse bis zum C1-Niveau. Doch war ich in meinem Alltagsleben ständig mit der deutschen Sprache überfordert und konnte mich nicht ohne Schwierigkeiten ausdrücken. Genauso ging es auch einem großen Teil meiner Klassenkameraden und Freunde. Was tun?

Aus dieser etwas frustrierenden Lage ergab sich meine Geschäftsidee.

Meine Idee besteht darin, das Sprachen erlernen mit Hobbies und verschiedenen Aktivitäten zu verbinden. Durch interaktiven Workshops, wie gemeinsam Kochen, Tanzen, Malen, usw. wird die Sprache nicht mehr passiv im Klassenzimmer gelernt. Und das Allerwichtigste dabei ist: es wird nicht nur gelernt um Prüfungen zu bestehen, sondern um sich in Berlin ein Leben aufzubauen, Freunde zu finden, bei der Arbeit zu kommunizieren und Alltagssituationen erfolgreich zu meistern.

Wie bist du dann vorgegangen?

Auf der Grundlage meiner langjährigen Erfahrung als Englischlehrerin entwickelte ich eine passende Unterrichtsmethodik zu meinem Kurskonzept und führte anschließend einen 6-monatigen Pilot-Kurs durch. Seit 2017 biete ich bei „Authentic Learning Berlin“ erfolgreich Englischkurse mit dieser Methodik an.Das Unterrichten bereitet mir eine Riesen Freude. Ich mag die Zusammenarbeit mit den Menschen und bin stolz, wenn ich den Erfolg bei meinen TeilnehmerInnen sehe.

Dank der Zusammenarbeit mit freiberuflichen DeutschlehrerInnen habe ich inzwischen zu meinem Angebot Deutschkurse integriert und möchte bald auch Kurse in Spanisch anbieten.

Welche Leistungen bietet „Authentic Learning Berlin“?

Zur Zeit bieten wir 60 Workshops Optionen auf Englisch und Deutsch zu den verschiedensten Themen an wie z.B. Kochen, Geschichten erzählen, Gedichte schreiben, Kunsthandwerke machen, Theater spielen, Stand-up Comedy, Keramik, über Bücher oder Filme reden, Kurznachrichten schreiben, mit dem Arzt reden und vieles mehr.

Wir arbeiten daran, unsere Workshops auch online anzubieten.

Wie hat dir I.S.I. bezüglich deiner Selbständigkeit geholfen?

Bei I.S.I. habe ich wichtige Kompetenzen zur Website-Erstellung, SEO sowie Vermarktung meiner Dienstleistungen erworben. Die Unterstützung von den Dozentinnen und Mitarbeiterinnen war megatoll. Ich habe mich wohl und willkommen gefühlt.

Außerdem mag ich es, mich mit den anderen Frauen auszutauschen, weil sie meine Situation verstehen. Denn wir teilen die gleichen Herausforderungen.

Was würdest du anderen Frauen empfehlen, die sich selbständig machen möchten?

Der Aufbau eines Unternehmens braucht Zeit, Geduld und viele Kenntnisse in verschiedenen Bereichen. Dabei muss man sich nicht von den Schwierigkeiten entmutigen lassen.

Haltet durch! Es lohnt sich!

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ENHBOLD NEUHAUS

"Kaschmir & Mehr" - Nachhaltige Mode aus mongolischer Wolle

„Die größte Herausforderung war für mich, nicht aufzugeben. Ich habe das Ziel nicht aus den Augen verloren, aber es gab auch Momente, wo ich aufhören wollte. Da habe ich mir gesagt: „Bilde dich bei I.S.I. weiter.“

Enhbold Neuhaus wurde in der Mongolei geboren und zog vor 25 Jahren frisch verheiratet nach Bonn und 2008 nach Berlin. Hier eröffnete sie 2009 ihr eigenes Business „Kaschmir & Mehr“. Unter dem Label verkauft die 53-jährige nachhaltig produzierte Mode und Bekleidungsaccessoires aus edler Wolle, die sie aus der Mongolei importiert. Über ihre Erfahrung als Gründerin erzählte sie uns.

Woraus besteht dein Geschäft?

Ich bin in der Textilbranche tätig. Ich vermarkte mit meiner Familie in der Mongolei hergestellte Bekleidung und Accessoires aus nachhaltig produzierter Wolle. Meine Schwester ist Designerin, wir haben gemeinsam in der Mongolei eigene Strickereien aufgebaut. Unsere Produkte stammen nicht nur aus Kaschmir sondern auch aus Wollarten, die hier nicht so bekannt sind, wie Yakwolle und Kamelhaar. Deshalb „Kaschmir & Mehr“! 

Vor zwei Jahren habe ich meinen eigenen Online-Shop geöffnet. Das läuft ganz gut. Jetzt möchte ich ihn weiter entwickeln und professionalisieren, in dem ich bei I.S.I. die notwendigen Kenntnisse dazu erlerne.

Wie bist du auf die Geschäftsidee gekommen?

Die Idee zur Gründung hatte ich früher, aber erst in Berlin gab es die Gelegenheit, sie umzusetzen. Ich hatte Glück, dass ich I.S.I. kennengelernt habe, sonst hätte ich das nicht machen können.

Eigentlich bin ich Russisch-Lehrerin und Dometscherin. In der Mongolei habe ich als Lehrerin gearbeitet und in Deutschland dann die notwendigen Prüfungen abgelegt. Doch es gab wenig Nachfrage. Daher habe ich mich erstmal auf meine Familiengründung konzentriert.

Dann war ich mit meinem Mann zum ersten Mal an der Nordsee und habe die unangenehme, feuchte Kälte in Deutschland kennen gelernt. Da habe ich mich gefragt: „Warum habe ich meine Wolle, meine Kaschmirkleidung nicht mitgenommen?“

Danach brachte ich für meinen Mann verschiedene Kaschmirpullover aus der Mongolei mit. Doch er trug nur ein Modell davon. Da hatte ich die Idee, die Pullover in meinem Bekanntenkreis zu verkaufen. Das hat gut geklappt. So entstand meine Geschäftsidee.

 

Wie bist du auf I.S.I. gekommen?

Ich war damals bei einer Ausstellung der Berliner IHK und da gab es auch einen Stand von I.S.I.

Hier habe ich erfahren, was I.S.I. anbietet und mich gleich für einen Workshop angemeldet. Dort habe ich beispielsweise gelernt, welche Voraussetzung ich erfüllen muss, um mich selbstständig zu machen und wie ich einen Business-Plan schreibe.

Was waren die größten Herausforderungen bei der Gründung?

Die größte Herausforderung war für mich, nicht aufzugeben. Ich habe das Ziel nicht aus den Augen verloren, aber es gab auch Momente, wo ich aufhören wollte. Da habe ich mir gesagt: „Bilde dich bei I.S.I. weiter und lass dir durch die Dozentinnen neue Impulse geben.“ Deswegen besuche ich heute noch Kurse.

Es ist wichtig, dass es hier Angebote für Frauen mit Migrationserfahrung gibt. Alle Frauen haben hier das gleiche Ziel. Auch die Dozentinnen haben einen Migrationshintergrund und Gründungserfahrung. Sie kennen die Probleme, die wir bei der Gründung überwinden müssen. Wir verstehen uns, so ist alles einfacher.

Als Ausländerin in Deutschland ein Buisnes zu gründen, ist anders als in der Heimat. Das muss man wissen. Außerdem darf man die Mentälitätsunterschiede nicht unterschätzen.

Was würdest du Frauen raten, die sich selbständig machen wollen?

Kommt zu I.S.I.! Hier ist alles möglich, wenn man ein Ziel, Lust und Willen hat. Denn hier geht es nicht nur um Business-Theorie. Man lernt auch viel über Interkulturalität und wie man sich persönlich weiterentwickelt. Ich weiß, ich werde meine Tochter auf jeden Fall mitbringen, damit sie das hier lernt.

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VAN DINH

"Saigon Special" und "BTG Berlin Trade GmbH"

„Ich möchte lokale Bauern unterstützen, die auf traditionelle Weise arbeiten und tolle Produkte haben. Sie haben kaum Zugang zum Weltmarkt.“

Van Dinh kam aus Vietnam nach Deutschland. Ihren Bachelor of Commerce hat sie mit ihrem Master in International Business an der HTW Berlin ergänzt. Bei I.S.I. fand sie Unterstützung in finanziellen und steuerlichen Fragen sowie bei der Verbesserung ihres Wirtschaftsdeutsch.

Du bist jetzt selbständig. Erzähl uns davon.

2017 habe ich mein Unternehmen Saigon Special in Berlin gegründet.

Mich interessiert das Thema Ernährung und gesunde Snacks. Ich bin mit dem Verkauf von leckeren Knabbereien gestartet. Nämlich mit Cashewnüssen. Mal geröstet, mal mit Limettenblatt oder Chili.

Diese Produkte importiere ich aus Vietnam. Ich möchte damit lokale Bauern unterstützen, die auf traditionelle Weise arbeiten und tolle Produkte haben. Sie haben kaum Zugang zum Weltmarkt.

Und Großkonzerne interessieren sich nicht für diesen Nischenmarkt.

Was sind die Herausforderungen?

Erst einmal freue ich mich, dass ich meine Kreativität ausleben kann. Ich treffe außerdem auf so viele interessante Leute, und es entwickeln sich immer wieder neue Geschäftsmöglichkeiten. Allerdings ist es in der Lebensmittelbranche nicht leicht. Die Margen sind klein. Da gibt es natürlich immer wieder die Befürchtung zu scheitern.

Wie gehst du damit um?

Der Austausch mit anderen Unternehmerinnen ist immer bereichernd. Wie z.B. bei I.S.I.

Geschäftlich habe ich mich bereits weiterentwickelt und mit zwei Kollegen die BTG Berlin Trade GmbH gegründet. Wir bündeln damit unsere Expertise sowie unsere Produkte. Natürlich ist es aber auch für die Motivation einfacher. Man darf einfach mal durchhängen. Die anderen sorgen dann für die nötige positive Energie.

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